

Die Fratze des französischen „Kulturerbes“: Stierkampfgegner brutal zusammengeschlagen
vor ein paar Wochen berichteten wir darüber, dass das französische Kultusministerium den Stierkampf zum französischen „Kulturerbe“ erklärt hat. Am 8. Oktober bewiesen die Wächter dieses schmutzigen Kulturguts, zu welcher bestialischen Aggression sie bereit sind, um ihr perverses Vergnügen zu verteidigen.
An diesem Tag fand in der Stierkampfarena von Rodilhan, einer Kleinstadt am Rande der südfranzösischen Stadt Nîmes, das Finale eines Stierkampfwettbewerbs statt, bei denen Torerolehrlinge junge Kälber zu Tode marterten. Die jungen Tiere sind ihren minderjährigen Folterern hilflos ausgeliefert und schreien erbärmlich unter den unsäglichen Qualen, die sie ihnen mit „banderillas“ und Schwertern zufügen.
Um diese unsägliche Barbarei anzuprangern, entschlossen sich rund 100 Stierkampfgegner aus Frankreich und Belgien inmitten dieser Arena gegen das Massaker, bei dem sich diese verrohten Jugendlichen als gewissenlose Schlächter von wehrlosen Jungtieren produzieren, friedlich zu demonstrieren. Mit dieser mutigen Aktion, mit der sie gleichfalls gegen die Perversität und Dekadenz der nationalen Kulturschande rebellierten, setzten sie sich bewusst dem Hass der Folterknechte aus und riskierten, von ihnen heimtückisch angegriffen zu werden.
Unbemerkt infiltrierten unsere Freunde die Arena und gruppierten sich auf den Rängen an zwei verschiedenen Stellen. Auf ein verabredetes Zeichen hin breitete eine Gruppe mit 30 MitstreiterInnen mehrere Antistierkampf-Transparente aus, während eine andere mit 65 Mitgliedern diesen Überraschungsmoment nutzend in die Arena sprang und sich dort aneinander kettete. Daraufhin fielen die Schergen des Stiermords hasserfüllt über die wehrlosen Demonstranten her. Sie zeigten ihr wahres Gesicht - die Fratze der entfesselten Gewalt.
Fußtritte und Fausthiebe ins Gesicht und auf alle anderen Körperteile hagelten auf die Angeketteten nieder. Wut entbrannte Brutalos versuchten, einzelne Demonstranten aus der Kette zu ziehen, zogen dabei an den Haaren und verdrehten ihnen die Gliedmassen. Einer Frau wurde der Fuß gebrochen, einer anderen zwei Rippen. Einem Mann, dem vorsätzlich aus nächster Nähe mit einem Feuerwehrschlauch mit hohem Druck Wasser ins Ohr gespritzt wurde, erlitt erhebliche Verletzungen. Vom Hass erfüllt und durch Alkohol stimuliert griffen die Stierkampffanatiker selbst einen Kameramann des französischen Staatsfernsehens an und sogar Personen, die diesen Tumult filmten oder fotografierten.
Die ganze Tortur dauerte fast eine halbe Stunde, währenddessen die brutal angegriffenen Stierkampfgegner nicht den geringsten Widerstand gegen die Gewalttätigkeit der Barbaren leisteten und nicht im Geringsten auf Provokationen eingingen. Der Hass dieser Bestien zeigte sich mit derselben Grausamkeit und Missachtung, mit der sie die wehrlosen Stiere foltern. Trotz ihres Mutes konnten die Demonstranten nicht das sich anschließende Abschlachten von 6 Kälbern unter dem Beifall eines psychisch kranken Mobs verhindern.
Diese unglaublichen Ereignisse fanden unter den Augen des Bürgermeisters von Nîmes statt, der nichts unternahm, dieses Massaker zu beenden und dazu noch die Gewalttätigkeiten gegenüber den Medien billigte. Auch die herbei gerufene Polizei sah tatenlos zu, wie friedliche Demonstranten diesen hemmungslosen Schlägern schutzlos ausgeliefert waren. 20 Verletzte erhoben Anklage und gaben ihre Verletzungen zu Protokoll. Dabei wurden sie noch von den Polizisten unflätig beleidigt.
Die Ereignisse von Rodilhan fanden große Aufmerksamkeit in den französischen Medien. Fast überall wurde die beispielslose Brutalität, mit der die Stierkampfbetreiber mit Unterstützung aus dem Publikum gegen friedliche Demonstranten vorgegangen sind, beklagt. Selbst die normalerweise dem Stierkampf freundlich gesinnte Zeitung Midi Libre war höchst empört. Das französische Fernsehen zeigte Filmaufnahmen von den Gewaltszenen in den Hauptnachrichten, die den Zuschauern den wahren Charakter der von ihrer Regierung ausgezeichneten „Kulturschaffenden“ aufdeckte.
Brigitte Bardot klagte diese unbarmherzige Gewalt in einem viel beachteten offenen Brief an den französischen Kultusminister an und schrieb “Alles das ist nicht eines Kulturerbes unseres Landes würdig, es ist eine Schande, eine große Schande!“
Ein umfassende Video- und Foto-Dokumentation der mit Worten kaum zu beschreibenden Ereignisse finden Sie bei SOS-Galgos http://www.sos-galgos.net/c/stierkampf auf einer französischen Webseite, welche die schlimmsten Schläger aus den Filmen herausgefiltert und an den Pranger gestellt hat.
An diesem Wochenende trafen sich die Häuptlinge des ritualisierten Stiermords in Bayonne, um über die Lage ihres abscheulichen Schauspiels zu beraten. Sie wiesen lautstark daraufhin, dass der Staat mit der Erklärung des Stierkampfs zum nationalen Kulturerbe auch die Verpflichtung zum physischen Schutz des Spektakels übernommen hat. Weiterhin forderten sie von der Regierung, dass für ihre „Kulturveranstaltungen“ der Mehrwertsteuersatz von 19,6 auf 5% gesenkt wird und dass sie zügig die Aufnahme des Stierkampfs ins Weltkulturerbe-Register der UNESCO beantragt. Dank einer Protestaktion, veranstaltet von der Fondation Brigitte Bardot und der Unabhängigen Ökologischen Partei, wurde in den Medien von diesem Treffen berichtet, doch nicht im Sinne der Veranstalter.
Verwunderlich ist, dass es in unseren Ländern noch immer Medien gibt, die dem Hinsiechen des Stierkampfs nostalgisch nachtrauern. „Die Zeit“ bedauerte in ihrer vorletzten Ausgabe, dass durch das Verbot der Corrida in Katalonien „Europa kulturell ärmer“ wurde. Wir zitieren weiter: „Es gibt nichts Kultivierteres als den Stierkampf.“ „Man muss sehr viele – vielleicht fünfzig – Kämpfe verfolgen, um den einen, herausragenden zu sehen. Darunter sind hässliche, langweilige oder brutale Prozeduren, bei denen es der Matador erst nach einigen Versuchen vollbringt, das Tier zu töten.“
Diesen Artikel http://www.zeit.de/2011/41/Stierkaempfer sollten Sie ganz lesen und entsprechend kommentieren.
Am kommenden Dienstag (25.10.) wird um 22:25 Uhr von 3Sat, dem Gemeinschaftssender von ZDF, ORF, SRG und ARD, der Dokumentarfilm von Günter Schwaiger „Arena“ ausgestrahlt. Der Österreicher Schwaiger macht keinen Hehl aus seiner Faszination für den Stierkampf!
In der Vorankündigung 3Sat können Sie lesen „Inwiefern sich dieses Verständnis eines traditionellen Rituals mit der Tatsache des vorexerzierten Tötens und Leidens in Verbindung bringen lässt, ist eine heikle Frage und nagt beständig am Gewissen der Stierkampfanhänger.“ Hier können Sie, nachdem Sie sich von der Intention dieses Filmes überzeugt haben, dem Filmemacher ins Gewissen reden: info@3sat.de http://www.respektiere.at/news700px.php?catid=&newsid=175

http://www.youtube.com/user/StierkampfKulturTV



Liebe TierfreundInnen,
die Webseite der englischen Zeitung Daily Mail veröffentlichte heute einen beeindruckenden Augenzeugenbericht über die Blut-Fiesta von Tordesillas. Insbesondere die Empörung des Berichterstatters über die enormen EU-Subventionen, die für Züchter der hingemetzelten Tiere mit unseren Steuergeldern verschwendet werden, ist lesenswert. Lesen Sie bitte im Folgenden unsere verkürzte und freie Übersetzung:
Die Europäische Union subventioniert direkt mit 37 Millionen £ ( 44 Mio. €) pro Jahr Blut-Fiestas und Stierkämpfe. Zig Millionen gehen außerdem an Städte, die damit baufällige Stierkampfarenen renovieren. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, einige der Europa-Abgeordneten setzen sich jetzt dafür ein, dass diese Spektakel als europäisches Kulturerbe erklärt werden. Sollte das gelingen, wird nicht nur der Blut-Fiesta von Tordesillas der Anstrich von Seriosität gegeben, sondern sie erhielten dann auch Gelder aus der europäischen Kunst- und Kulturförderung. Jaqueline Foster, britische EU-Abgeordnete und Vizepräsidentin der Intergroup Tierschutz im Europäischen Parlament, sagte dazu, dass man den Briten nicht zumuten kann, den Gürtel enger zu schnallen und andererseits ihr Geld für Stierkämpfe und Blut-Fiestas auszugeben.
Der Verfasser entschied sich, in die byzantinische Bürokratie der EU zu vertiefen und damit herauszufinden, warum so viel Geld für Blut-Fiestas ausgegeben wird und warum es offensichtlich unabänderlich ist, damit fortzufahren. Wie vorherzusehen war, wurde daraus eine Geschichte über Stümperei, Protektion und Korruption.
Die Spur führte nicht weit von Madrid auf die Finca Valdeolivas, der Farm, auf der Platanito, dem in diesem Jahr zu Tode gehetzten Stier von Tordesillas, aufgezogen wurde.
Gemessen an der Zahl der teuren PKW und Pickup-Autos, die auf dem üppigen Anwesen zu sehen waren, ist der Besitzer einer der reichsten und wohlhabendsten Landwirte der Gegend. Hunderte von Rindern und mehrere prächtige andalusische Vollblutpferde grasten auf den Weiden, weitgehend von den europäischen Steuerzahlern finanziert.
Der Eigentümer der Finca verweigerte sich einem Interview mit dem Verfasser, dem es jedoch gelang herauszufinden, dass der Stierzüchter laut Aufzeichnungen der EU im letzten Jahr 139.000 £ (166.000 €) als EU-Beihilfen erhielt. Es ist schwierig zu sagen, wie groß der Anteil ist, welcher die Zucht von Stieren für Blut-Fiestas zukommt, doch der Hof hat sich eindeutig auf diese Zucht spezialisiert.
Das neue System der EU-Landwirtschaftspolitik, das zu einer umweltfreundlichen Bewirtschaftung von Betrieben führen soll, wird pervertiert, indem es auch die Zucht von Tieren für Blut-Fiestas begünstigt. Für jeden Bullen pro Jahr seines Lebens erhält der Züchter 183 £ (218 €) . Die EU belohnte also Valdeolivas Finca mit £ 915 für die Zucht von Platanito, dem Toro de la Vega. Da in Spanien mindestens 40.000 Stiere pro Jahr qualvoll geopfert werden, ergibt sich der jährliche EU-Zuschuss von 37 Millionen £ ( 44 Mio. €). da die neue Subventionsregelung in 2005 eingeführt wurde, hat die EU Blut-Fiestas und Stierkämpfe insgesamt mit 185 Millionen £ (220 Mio.€) bezuschusst. Dieses ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Spanien erhält jedes Jahr 4.3 Milliarden £ ( 5.1 Mrd. €). Es wird befürchtet, dass es noch mehr wird.
Spanische Städte und Gemeinden erhalten zusätzlich eine Reihe von EU-Zuschüssen, um ihr kulturelles Erbe zu bewahren. Pro Jahr erhält Spanien 1.1 Milliarden £ (1.3 Mrd. €) aus dem EU-Programm für ländliche Entwicklung. Ein Teil davon wird verwendet, um Stierkampfarenen zu renovieren. In den Städten Haro, in der Provinz La Rioja und Toro, in Zamora, ist die EU so stolz auf ihre Unterstützung, dass sie große Tafeln errichtet hat, um ihren Beitrag hervorzuheben.
Es ist praktisch unmöglich herauszufinden, wie viel Geld in das blutige Spektakel geschleust wird, weil die EU nicht sagen kann, oder nicht will, wie sie ihr Geld ausgibt. Nicht nur für Blut-Fiestas zahlen europäische Steuerzahler, sondern auch für Kühe, Ziegen, Hühner und Gänse. Bis zu 15.000 Städte und Dörfer opfern Tiere als Attraktion ihrer Fiestas: Hühner, denen bei Fiestas die Köpfe abschlagen werden, Vögel, in Blumentöpfen gefangen, die gesteinigt werden. Im nächsten Monat beginnen dann noch die Feste mit den Feuerstieren, bei denen den Tieren brennende Kugeln aus Wachs und Paraffin an den Hörnern befestigt werden und die Tiere damit durch die Strassen gejagt werden.
Die Europäische Kommission behauptet, dass sie wirklich nicht weiß, wie viel Geld in die Blut-Fiestas gepumpt wird. "Die Mitgliedstaaten und unsere kulturellen Partner sind verantwortlich für die Auswahl der Projekte, die wir finanzieren", sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission."Wir wissen zum Beispiel nicht, wenn eine Stierkampfarena mit unserer Hilfe renoviert wird, ob dort Stierkämpfe stattfinden oder nicht." Vielleicht ist diese Haltung nicht überraschend, da die EU-Rechnungslegung notorisch undurchsichtig ist. Unabhängige Wirtschaftsprüfer haben die Buchführung von 13 der vergangenen 15 Jahre bemängelt, weil sie nicht den tatsächlichen Ausgaben entspricht. Solche Sätze verwenden sie nur bei Inkompetenz oder Korruption - oder bei beiden.
"Es ist unmöglich zu sagen, wie viel Geld abgeschöpft wird ", sagt Tony Moore, Direktor des britischen Tierschutzorganisation Fight Against Animal Cruelty in Europe. Er ergänzte, dass die Organisatoren von Blut Fiestas mit der neuen Subventionsregelung zufrieden sind und dass Fiestas und Stierkämpfe bis in die oberen Ebenen der EU unterstützt werden. Der portugiesische Präsident der Europäischen Kommission Barroso ist ein eifriger Unterstützer. Er kippte das 76 Jahre anwährende Verbot des tödlichen Stierkampfs in Portugal als er dort Ministerpräsident war. Tierschützer befürchten, dass, wenn die Blut-Fiestas ein offizielles europäisches Gütesiegel erhalten, noch mehr Geld fließen wird.
Ironischerweise, als einige Europa-Abgeordnete zur verstärkten Unterstützung von Blut-Fiestas und Stierkämpfen aufriefen, sind immer mehr Spanier gegen diese Veranstaltungen. Diese allmähliche Veränderung wurde offensichtlich, als das katalonische Parlament für das Verbot des Stierkampfs gestimmt hat. Das Verbot hat viele Spanier alter Schule geschockt, die es als Ausdruck der Identität und Unabhängigkeit einer Region abtun. Sie bestehen darauf, dass der Stierkampf und Blut-Fiestas wie Toro de la Vega nicht grausam sind. Stattdessen behaupten sie, dass es eine schöne Form der Kunst mit zentraler Bedeutung für die spanische Kultur ist.
Als der Verfasser in der letzten Woche Platanito sterben sah, konnte er keine Anzeichen für eine schöne Kunst und reiche Kultur, für die Spanien berühmt ist, erkennen.
Was er erlebte, war ein Fest des Pöbels, der Grausamkeit und der Gemeinheit. Als er sah wie Platanito zum letzten Mal die Augen schloss, fühlte er sich übel in dem Wissen, dass er für dessen Tod mit seinen Steuern bezahlt hat - so wie Sie es auch getan haben.
Den ungekürzten Artikel können Sie in der Originalfassung bei dailymail.co.uk lesen. Auch bild.de und andaluz.tv (schon vorher) berichten über den Subventionsschwachsinn, zu dem die EU fähig ist. bild.de gibt Ihnen zusätzlich die Gelegenheit über die Stierkampfsubventionen abzustimmen.

http://www.sos-galgos.net/2009-09-04/stierkampf-es-ist-zeit-zu-sagen-genug-ist-genug.html


Vier Verletzte und ein demoliertes Auto sind das bittere Resultat eines Angriffs von Stierkampffanatikern auf eine kleine Gruppe friedlicher Tierrechtler und ein Fernsehteam.
Am 1. September gegen 11.30 Uhr enthüllten Aktivisten der Tierrechtsorganisation Igualdad Animal auf einer Brücke in Sadecón (maps.google.de/places/es/saced…), einer Ortschaft in Guadalajara, ein 35 Quadratmeter großes Plakat mit der Aufschrift “Tauromaquia abolición, derechos para todos los animales” (Abschaffung der Tauromachie, Rechte für alle Tiere), da an diesem Tag eine Stierhatz auf offenem Feld stattfand …

Pressemeldung des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. vom 20.04.2010
Streit um Stierkampf spaltet Spanien: Kulturgut versus archaische Tierquälerei
Much, 20.4.2010 – Der Stierkampf spaltet derzeit Spanien: Während Madrid das tödliche Vergnügen zum Kulturgut erheben will, plant Katalonien, den Stierkampf als archaische und grausame Tierquälerei zu verbieten. Damit entspricht die nordspanische Provinz den Wünschen der meisten Spanier: Über 70% lehnen die Corrida ab. Da die Stierkampf-Industrie vielerorts nur noch durch die Touristen am Leben erhalten wird, appelliert der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) an alle Spanien-Reisenden, sich von dem blutigen Spektakel fernzuhalten, um damit ein Ende dieser tierquälerischen Tradition herbeizuführen.
„Gehen Sie nicht zu Stierkämpfen. Tragen Sie durch Ihren Boykotts dazu bei, dass dieses grausame Spektakel bald endgültig der Vergangenheit angehört“, appelliert Wolfgang Stephanow, Präsident des ETN an alle Spanien-Urlauber. „Machen Sie deutlich, dass der Stierkampf für Sie eine archaische Tierquälerei ist, die nicht mit den Werten unserer Zivilisation vereinbar ist.“

Der spanische Staat unterstützt jedes Jahr mit 564 Millionen Euro an öffentlichen Zuschüssen die Stierkämpfe und den Stiersektor. Also bezahlt jede spanische Familie jährlich ca. 47 € um die Tauromachie zu finanzieren.
Die TAURINOS erhalten jedes Jahr diese 564 MILLIONEN EURO als Subventionen, welche bezahlt sind mit öffentlichen Geldern, über die Steuern der Spanier.
Jeder Spanier finanziert auf diese Weise: “corridas”, “encierros”, “sanfermines”, die jährlichen Stiermorde in Tordesillas, die Grausamkeiten gegen Stiere in Medinaceli, Coria und anderen Orten, die wirtschaftlichen Einkünfte von Stierkämpfern und Unternehmern der Branche, usw….

Liebe TierfreundInnen,
nach ihrer Niederlage in Katalonien versuchen die Stierquäler, in anderen Ländern Fuß zu fassen. Sie scheinen auf dem besten Wege zu sein, die Corrida in den Vereinigten Arabischen Emirate einzuführen. Die südfranzösische Zeitung MIDI LIBRE veröffentlichte einen Artikel
in dem Simon Casas, Ex-Torero, Stierkampf-Promoter und Pächter der Stierkampfarenen von Nîmes, Malaga und Alicante das Projekt,
das schon sehr weit gediehen zu sein scheint, darlegt.
Im Juni schickte Prinz Mohamed Bin Zayed Al Nahyan, Sohn des Emirs von Abu Dhabi, eine Delegation nach Spanien, um diese Idee mit Simon Casas zu konkretisieren. Auch Termine stehen schon fest (20.bis 24. November)
und zwei Toreros sind zumindest im Grundsatz damit einverstanden: Sebastien Castella und El Juli. "Wir reden miteinander, ja. Es ist noch nichts unterzeichnet, aber es ist machbar, die Gespräche sind bereits weit gediehen", bestätigte gestern Nachmittag Roberto Dominguez, Agent von El Julio.
Andere Matadore - wie Morante de la Puebla, Fandi - wären auch nicht abgeneigt, bei Stierkämpfen in Abu Dhabi aufzutreten.
Simon Casas erklärte, einen Vorvertrag von 5 Jahren unterzeichnet zu haben, spricht von einem Projekt, das kurz vor dem Abschluss steht. "Es geht darum, eine Feria zu schaffen, die sich in den Kreis der großen Ferias einreihen könnte", kündigte der französische Promoter an. "Es ist keine Parodie des Stierkampfes, wie man es in Las Vegas machen wollte, es wird Picadores und den Todesstoss geben. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen diese universelle Kunst als Ganzes iportieren .... Das ist vielleicht die Zukunft in einer Zeit, in der Katalonien den Stierkampf verbieten will. Die Toreros haben es verstanden und reagieren positiv." Auch wenn Abu Dhabi, die kulturelle Hauptstadt der sieben Emirate, noch keine Arena hat, so ist sie doch schon in der Planung.
.
Simon Casas ist nicht zu unterschätzen. Er besitzt beste politische Verbindungen bis zum französischen Präsidenten Sarkozy, mit dem er gut befreundet ist.
Nachdem seine Bewerbung, die Stierkampfarena von Madrid "Las Ventas" zu übernehmen, scheiterte, versucht er nun, andere Länder mit dem Stierkampf zu verpesten.
Auch in seinem eigenen Land bläst ihm der Wind entgegen. So veröffentlichte erst kürzlich das Institut IFOP eine Umfrage, nach der 66 % der Franzosen das Verbot des Stierkampfs in Frankreich begrüssen würden.
Wir müssen alles tun, um den irrsinnigen Export des Stierkampfs in arabische Länder zum Scheitern zu bringen.
www.stop-corrida.info

Francis Cabrel, einer der beliebtesten Chansonsänger Frankreichs, singt vom Leben, seiner Heimat, Liebe und Freundschaft, aber auch kritische Lieder gehören zu seinem Repertoire, so der Chanson “La corrida”. Er erzählt von einem Stier, der bisher friedlich sein Leben auf einer Weide genießen durfte und nun in einer Stierkampfarena seinem Vollstrecker gegenübersteht.
Webseite: Francis Cabrel
Der Stierkampf
In der Zeit, in der ich warte
in dieser dunklen Kammer
Höre ich, wie sie singen und sich amüsieren
am Ende des Korridors
Jemand hat den Riegel aufgemacht
und ich fand mich im grellen Tageslicht
Ich sah die Blaskapellen, die Logenplätze
und die Leute ringsumher
Im ersten Moment habe ich geglaubt,
dass es nur darum ging, sich zu verteidigen
Aber dieser Platz hat keinen Ausgang
Ich beginne zu begreifen
Sie haben hinter mir wieder abgeschlossen
sie fürchteten, dass ich zurücklaufen könnte
Zum Schluss werde ich es wohl aufnehmen
mit dieser lächerlichen Ballerina
Ist diese Welt etwa ernst?
Ist diese Welt etwa ernst?
Andalusien.. ich denke zurück an dich
Jene kaktusgesäumten Wiesen
Ich werde nicht zittern, nicht vor
dieser Marionette, diesem Taugenichts
Ich werde ihn packen, ihn und seine Zipfelmütze..
ich werde sie um mich kreisen lassen wie die Sonne
Heute Nacht wird die Frau des Toreros
ruhig schlafen
Ist diese Welt etwa ernst?
Vielleicht ist diese Welt ernst?
Ich habe solche Angeber schon verfolgt
Beinahe ihre Ballerinas berührt
Sie haben mir einen starken Hieb ins Genick versetzt
Damit ich mich verneige
Woher kommen diese Akrobaten
Mit ihren Kostümen aus Papier?
Nie habe ich gelernt, mich
mit Puppen zu schlagen
Den Sand unter meinem Kopf zu spüren
Was für ein Unsinn! Wie kann so etwas gefallen?
Ich habe gebetet, dass das alles aufhört
Andalusien.. ich denke zurück an dich
Ich höre sie lachen, während ich im Sterben liege
Ich sehe sie tanzen, während ich sterbe
Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so amüsieren könnten
rund um ein Grab
Ist diese Welt etwa ernst?
Ist diese Welt etwa ernst?
Ja, ja, Mensch
Tanze, tanze
Wir müssen wieder tanzen
Und andere töten
Andere Leben, andere Stiere
Und wir werden andere töten
Kommen Sie, kommen Sie tanzen…
Und wir werden andere töten
La corrida
CORRIDA - ZUSAMMENFASSUNG DER AKTUELLEN LAGE
Von Kampf kann keine Rede sein, der Stier hat keinerlei Chance, mithin handelt es sich um öffentliche Tieropfer zur Belustigung minderbemittelter Gaffer, in aller Regel der Zugehörigkeit zur Geißel der Menschheit, dem Touristen. Auch wäre vorab der Ministerin Aigner zu ihrer Konsequenz zu applaudieren, Tierschutz in Deutschland nicht ausufern zu lassen; zahlt Sie doch mit dem Nettobeitrag der BRD an die EU satte Subventionen an die Corrida Tierquäler, ohne die diese UnterhaltungsIndustrie beizeiten in den Konkurs geraten wäre.
Warum auch sollte Aigner gegen das Zutodequälen von Stieren sein, wenn Sie großartig im Geschäft mit Gans und Entestopferei ist und Deutschland nach Kräften zu fördern versprochen hat, neben Maschinen und Autos künftig auch im Segment "Fleisch" Weltexportführer zu werden; Scheiß egal, wie das Klima dadurch reagieren mag. Selektion wäre nicht konsequent und Zeichen der Charakterlosigkeit, von der wir schon so viel haben."Anpassung ist das Recht der Schwachen. Opportunismus ist Teil meines Lebens," Zitat der Merkel, aufgezeichnet von Gaus 1991, und amtlicher Grundkonsens der CDU.La tortura esta no cultura - Nicht die Auffassung der EU Kommissionäre, sondern von Dreiviertel der spanischen Bevölkerung. Repräsentative Umfragen ergeben seit Jahren 72 Prozent gegen die Tierquälerei in der Arena. 66 Prozent der Einwohner Madrids wollen nicht mit Corrida in Verbindung gebracht werden. Seit 2007 werden keine Stierkämpfe im spanischen Fernsehen mehr ausgestrahlt. Bereits 1991 haben die Kanarischen Inseln als erste Autonome Gemeinschaft Spaniens ein Stierkampfverbot ausgesprochen. Eine weitere autonome Gemeinschaft, Katalonien, hat 180 000 Unterschriften für das Volksbegehren gesammelt, den Stierkampf gesetzlich zu verbieten. Barcelona, Hauptstadt Kataloniens bezeichnet sich seit 2004 human und Stierkampffrei.Das alles sind beeindruckende Entwicklungen und Zahlen, aus denen eindeutig der Wille des Volkes ersichtlich wird und überdies Leistung und Erfolg der Tierschützer dokumentiert. Allerdings leben wir in einer demokratischen Kakokratie, in der erfahrungsgemäß der Wille der Mehrheit eine untergeordnete Rolle spielt. Der Endsieg ist somit noch in keiner Weise gesichert.
Dennoch tritt Corrida zunehmend als willkommene politische Forderung der Disintegration, ein Novum im Tierschutz und eine neue Qualität, die Spanien und Frankreich noch teuer zu stehen kommen kann, auf. Auf beiden Seiten machen sich unterjochte Völker, da gibt es erstaunlich viele, auf den Weg zur Selbstbestimmung und nutzen - Tierquälerei als herausragendes spanisches Vermächtnis - Das Spanische Symbol - als Argument der Trennung. Mit diesen Zusammenhängen im Hintergrund wird die Unterstützung der Pro Corrida Gruppe sowohl von der spanischen, als auch der französischen Regierung verständlich.
porque no?
Tierquälerei als "Kulturgut" ist nichts Neues und allüberall vorhanden. Das fängt schon bei dem Heimtier und dem Sonntagsritt und dem Vogelfang an. Spanische und französische Tierquälereien sind jedoch dahingehend ausgelegt, sie von anderen,am besten der anderen Seite, bezahlen zu lassen.
Aus diesen Gründen, wie auch der Sicherung "Geistigen Eigentums" fördern bestimmte Interessengruppen beiderseits der Grenze die Aufnahme von Corrida als zunächst spanisches Weltkulturgut bei der UNESCO als "immaterielles Kulturerbe der Menschheit" (da kringeln sich einem die Fußnägel hoch) und sind sich in diesem Anliegen der weitgehenden Unterstützung beider Regierungen sicher. Viel Kulturgut bedeutet auch viel Bedeutung und Einfluß. Der Grad der Zivilisation wird an dem Umfang des Kulturerbes gemessen.
Äusserst rege in diesem Anspruch zeigt sich die UVTF - Union des Villes Taurines Francaises, Organisaton von 46 südfranzösischen Städten, die regelmässig "Stierkämpfe" veranstalten und die Großregion zu einem Touristenmagnet machen wollen, denn die einheimische Bevölkerung erweist sich als zu träge, den Quälereien beizuwohnen, so daß man sich gezwungen sieht, auf Besucher zurückzugreifen, die sich nicht lange bitten lassen und in Scharen den Ereignissen beiwohnen. Auf der spanischen Seite wiederum planen die Regionen Valencia und Murcia den besonderen Schutz und die Teilhabe am EU Subventionskuchen.
Als Nebengabe des Eintrags bei der UNESCO dürfte sich Spanien fürderhin auch als Kulturführer bezeichnen, denn Mexico, Brasilien und Portugal, neben Frankreich, qualifizieren für diese Rolle lediglich unzureichend. Ein grosser Wurf also für den spanischen Nationalstolz. (Jedenfalls den politischen)
3000 Pferde müssen jedes Jahr aufgrund Verletzungen notgeschlachtet werden, den Tierarzt einzusparen. Man verbindet ihnen die Augen, den Fluchtinstinkt zu unterdrücken. Und man verstopft ihnen die Ohren. Da sie gut riechen, befinden sie sich fortwährend in Todesangst, so daß man aus Tierschutzgründen daran denkt, ihnen die Nasenlöcher zuzunähen. Dann aber laufen sie nicht mehr lange und ausreichend theatralisch.
2000 "Stierkämpfe" werden jährlich veranstaltet. 30 000 Stiere verbraucht. Die meisten leben nach der Veranstaltung noch und fallen schlußendlich dem Vorschlaghammer und dem Schächtmesser zum Opfer, nachdem man ihnen versehentlich beim Rausschleifen noch ein Bein gebrochen hat. Vor ihrem Galaauftritt werden sie überdies vorbereitet, denn kaum einer ist von Natur aus aggressiv genug, die gröhlenden Massen zu begeistern. Man schleift ihnen in qualvoller Weise die Hörner ab und verpasst ihnen mit gezielten Messerstichen mustergültige Verletzungen. Hinter den Kulissen natürlich; man will ja keine Betriebsgeheimnisse feilbieten.
KULTUR HALT. KULTURELLES ERBE DES HUMANISMUS, für den Spanien so weit bekannt ist.
Und Frankreich ebenso.
Stierkampf in Frankreich, bitte Petition unterschreiben:
Petition gegen Stier"kampf" / bitte weit verbreiten
Man braucht kein Franz. zu verstehen, es ist ganz einfach. Auf der Seite sind unten 2 Zeilen in Lila gedruckt. Jede anklicken u. auf der nächsten Seite unten seine Daten eintragen. Nach dem Ausfüllen auf "etape suivante" klicken und dann auf der nächsten Seite unten "valider" klicken.Auch in Südfrankreich finden ständig Stier"kämpfe" statt! Für die armen Stiere: danke!Schon sehr lange und immer wieder ,fordern Tierrechtler, in Berufung auf die Bulle von Papst Pius V (1504 -1572) aus dem Jahr 1567 --- die die Teilnahme an Stierfesten unter Androhung der Exkommunizierung verboten hatte --- dass sich die katholische Kirche gegen den Stierkampf richtet und diesen als grausames Folterspektakel offiziell veruteilt.
Viele Kirchenvertreter Spaniens betreuen Stierkampfschulen und in den Folterplätzen werden die Spektakel musikalisch von Kirchenkapellen begleitet. Ein Beispiel unter vielen (Quelle ACTYMA): Pfarrer der Kirche Misericordia in Alicante ist Betreuer des Folterplatzes und gleichzeitig der Leiter der Stierkamfpschule in Alicante.
Das Institut für Theologische Zoologie ist nun, ebenso wie Wissenschaftler der Universität von Paris, zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bulle noch gültig ist.
Bitte lesen Sie hierzu folgende Ausarbeitung:
Quelle: Institut für Theologische Zoologie
Das Institut wurde Ende 2009 an der Katholischen Universität Münster von Dr. Rainer Hagencord und Dr. Anton Rotzetter, dem Präsidenten von Akut e.V. gegründet. Schirmherrin ist die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall.


