

-----Original Message-----
Date: Fri, 07 Aug 2009 16:56:05 +0200
Subject: Petition: Hundehölle Cicerale,
Das berühmt berüchtigte "Tierheim"
Oasi Sa Leo wurde wieder eröffnet.
Wir werden nicht verhindern können, hier grausame Bilder und Videos zu veröffentlichen. Jedoch starten die Videos nie automatisch. Sie selbst treffen die Entscheidung sich die Grausamkeiten gegen Tiere anzusehen oder auch nicht.
Die italienischen Tierschützer bitten dringend um Hilfe !!
Das berühmt – berüchtigte Tierheim „Oasi San Leo“ wurde wieder eröffnet. Hinter verschlossenen Mauern ( öffentlicher Zugang kaum möglich ) werden hier alle darin befindlichen Hunde schwerstens misshandelt, es ist die Hölle auf Erden für diese armen Tiere.
Unter schwierigsten Bedingungen gelang es einigen Tierschützern und dem Reporter Edoardo Stoppa des TV Senders „Striscia notizia“, einen kurzen Videofilm innerhalb des „Tierheims“ zu drehen –Cristina Cannizzaro ):
In diesem Video wird die dramatische Situation der Hunde, die sich in dem Tierheim „Oasi San Leo“ in Cicerale ( Italien ) befinden, gezeigt.
Die Hunde sterben auf schreckliche Weise: Sie müssen unter Hungersnot und Durst leiden, sterben deshalb langsam und schmerzvoll, sie sind von den eigenen Exkrementen umgeben, die Hundemütter bleiben bei den eigenen gestorbenen Welpen, die nicht entfernt bzw. begraben werden und tot um sie herumliegen, erkrankte und alte Hunde werden mit aggressiven Hunden zusammengepfercht, verletzte Hunde nicht ärztlich versorgt.
Medizinische Fürsorge gegen Krankheiten oder die einfachste Pflege der Hunde sind völlig ausgeschlossen ( das würde nämlich Kosten verursachen und das Geld, das das Tierheim von der Gemeinde bekommt, soll gänzlich in den Taschen der Betreiber landen…).
Laut parlamentarischer Vernehmung liegt die Anzahl der toten Hunde dieses Tierheims bei 96% .
Aus diesem Grund wollen TV-Reporter der italienischen Sendung „Striscia la notizia“ die Wahrheit ans Licht bringen. Das Video zeigt, wie diese Reporter versuchen, sich innerhalb der offiziell angegebenen Öffnungszeiten Zugang ins Tierheim zu verschaffen, was aber zunächst am Widerstand der Tierheim-Mitarbeiter scheitert.
Daraufhin verlangen die TV-Reporter Erklärungen in Form eines Interviews.
Schließlich eskaliert die Lage aufgrund der gewalttätigen Reaktion der Tierheim-Mitarbeiter.
Nur eine einzige damalige Tierheim-Mitarbeiterin erklärt sich bereit, vor laufenden Kameras, aber mit verdecktem Gesicht, ehrlich über die Vorkommnisse im Tierheim zu reden. Sie fürchtet sich vor der möglichen Rache seitens der anderen Mitarbeiter und will deshalb anonym bleiben, so ernst und dramatisch ist diese Situation.
Laut der Internetquelle www.amicicani.com/ wurde das Schreckens-Tierheim von Cicerale ab 13.07.2009 wieder geöffnet. Das heißt, die Tierheim-Betreiber dürfen sich erneut weiter ungestört um die eigenen Geschäfte mit den Hunden kümmern…und ihre Misshandlungen weiter fortsetzen – hinter den dicken Mauern dieser „Oase“ für Hunde…und damit abgeschirmt von der Öffentlichkeit…
Das Tierheim Oasi San Leo (Cicerale) wurde 1980 eröffnet. Hunde aus Salerno und Avelino werden dorthin unter furchtbaren Umständen transportiert. Zum Ersten werden die Tiere nicht gechipt, obwohl es das Gesetz so vorschreibt.
Die Hunde sterben oftmals schon während des Transportes in das Lager.
Es interessiert niemanden, unter welchen Bedingungen und wie die Tiere dort hin gebracht werden. Wenn sie den Transport überleben, dann wartet in dem Lager nur noch das Tor zur Hölle auf sie, ähnlich Dantes Inferno.
Ihre Körper werden zu Asche und Staub, wie man es aus Krematorien kennt. Es ist ein Horror, der durch den Stadtrat und den Staat unterstützt wird. Diese Hunde stehen nicht zur Adoption, niemand inseriert sie oder kümmert sich darum.
Der Zutritt zum Lager ist untersagt und der Veterinär stellt Todesbescheinigungen aus, ohne die Situation der Hunde zu kennen.
Da niemand diese Hunde kennt, gibt es auch keine Anhaltspunkte und Todesbescheinigungen werden von den Besitzern des Lagers gefälscht.
Niemand wird jemals von den tausenden Toden erfahren. Oftmals sind mehr als 2000 Hunde auf geringstem Platz zusammengepfercht, unter direkter Sonneneinstrahlung, ohne Futter und ohne Wasser.
Die Hündinnen sind permanent trächtig, da die Besitzer des Lagers auch an den Welpen Geld verdienen. Alte und kranke Tiere werden mit aggressiven Hunden zusammen gehalten.
Oftmals gibt es Kämpfe und Kannibalismus unter den Tieren.
Menschen, deren Hunde irrtümlicherweise in dieses Lager gekommen sind, haben ihr Haustier nie wieder gesehen. Noch nie wurde ein Hund wieder an seinen Besitzer zurückgegeben.
Es gibt ein Gesetz zum Schutz von Tieren und einen Paragraphen 281/91 (Das italienische Gesetz bezieht sich auf kranke und heimatlose Hunde), welche besagen, dass jede Gemeinde und jede Stadt sich um die heimatlosen Hunde kümmern muss. Paragraph 16/1, Memo Nr. 5 des italienischen Gesundheitsministeriums. Das Gesetz trat im Mai 2001 in Kraft.
Später wurde ein weiteres Gesetz gegen die Misshandlung von Tieren erlassen (Gesetz Nr. 189 aus 2004) .
Schon in den 80er Jahren gab es warnende Reportagen im italienischen Fernsehen, dass die Situation in Oasi San Leo furchtbar ist. Später hat ganz Italien von diesem Horror erfahren. Privatleute und Organisationen gingen vor Gericht, nachdem sie ein Protestschreiben mit allen Informationen und Beweisen verfasst hatten.
Dies alles wurde in der Presse und im Internet veröffentlicht. Das Ergebnis war, dass das Lager für einige Zeit geschlossen wurde. Aber jetzt wurde es wiedereröffnet und die Lizenz wurde dem früheren Besitzer zurückgegeben.
Warum sind die Beamten so abgestumpft gegenüber dem grausamen Leiden der Hunde, die unter Schmerzen langsam an Hunger und Durst sterben? Die Beamten kooperieren mit den Killern, die ihr Geschäft mit Tierheimen machen, anstatt den Tieren zu helfen und sie zu beschützen.
Bitte helfen sie uns, das Konzentrationslager Oasi San Leo, das nicht das einzige Lager für Tiere in Italien ist, zu schließen.
Helfen Sie uns, die Tiere aus diesen modernen Konzentrationslagern zu befreien, und den langsamen und quälenden Tod der unschuldigen Hunde stoppen.
Vielen Dank!
Bitte lesen Sie die Rubrik: " WSPA "
Neues aus Cicerale..
und die Welttierschutzorganisationen und Verbände tun NICHTS
Gesendet: Mittwoch, 29. September 2010 14:11
Italien - Überfüllte Canile
In vielen Ländern, vor allem in Osteuropa und rund ums Mittelmeer, werden herrenlose Hunde und Katzen nach einer vergleichsweise kurzen Galgenfrist in einem Tierasyl getötet, wenn sie bis dahin nicht vermittelt wurden. Früher war das auch in Italien so. Heute ist das anders: Gesunde Haustiere einzuschläfern ist dort - wie in Deutschland - verboten. Eigentlich eine sehr gute Nachricht und ein Fortschritt im Interesse der Tiere, eine Entscheidung für das Leben. Aber, was ist das für ein Leben? Denn die Betreiber italienischer Hundeasyle haben in der Regel wenig Interesse an der Vermittlung ihrer Insassen. Warum das so ist, zeigt unser Bericht am Beispiel der Provinz Apulien.
Tierschützer, die sich in Apulien um Streuner kümmern, finden fast jede Woche ausgesetzte Welpen. Doch anstatt die Kleinen ins nächste Tierheim zu bringen, verstecken sie die Findlinge schnellstens. Luigia Parco, Vorsitzende des Tierschutzvereins von Manduria ("Gaia Onlus"), weiß: Brächte man sie ins Tierheim, ins "Canile", hätten die Welpen kaum eine Chance. Sie würden sich auf den vergammelten Betonböden mit gefährlichen Keimen infizieren und qualvoll eingehen. Die Flut ungewollter Hunde stellt für die Tierschützer eine Herausforderung dar, der sie nicht mehr gewachsen sind.
oder einen Freund dort hatte, wer gute Beziehungen zum Rathaus besaß und vor allem etwas von Geschäften verstand, der konnte nun an der Not der Gemeinden verdienen: Tierheimplätze gegen Bezahlung.
Einschläferungen sind in Italien verboten
Eigentlich sollte das Tierschutzgesetz Nr. 281 (1991) den Straßenhunden zugutekommen. Es fordert Geburtenkontrolle, Registrierung aller Hunde und die Unterbringung von herumstreunenden Tieren in Heimen. Es bedeutete das Ende der bis dahin üblichen Praxis, Streuner einzufangen und nach einer bestimmten Zeit zu töten. So hätte das Gesetz zu einem Meilenstein des Tierschutzes in Italien werden können. Heute aber spricht man von dem "System Canile" als der konsequenten, geschäftsmäßigen und mitleidslosen Nutzung herrenloser Hunde als äußerst lohnende Einnahmequelle.
Das neue Gesetz verpflichtet jede Kommune, herrenlose Hunde in Tierheimen unterzubringen, zu versorgen, ärztlich zu betreuen und kastrieren zu lassen. Doch dafür fehlte überall der Platz, da die vorhandenen Anlagen nicht mehr durch regelmäßiges Töten geleert wurden. Und nur wenige Tierheimhunde finden neue Besitzer. Schnell waren die bestehenden Tierheime rettungslos überfüllt: Streunerstau.
Das war die Stunde der Geschäftsleute. Wer Land besaß und in der Baubranche tätig war
Die Betreiber erhalten für jeden Hund pro Tag zwischen einem und vier Euro oder sogar mehr von der Kommune. Bei 1.000 Hunden bringt das bis zu 4.000 Euro täglich, also etwa 120.000 Euro im Monat. Das macht eine Jahreseinnahme von ungefähr 1.440.000 Euro. Das Einlagern von Lebewesen wurde zur lukrativen Geschäftsidee. Für das Einfangen von Streunern und das Entsorgen toter Tiere gibt es noch einmal Geld.
Die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr Hunde, desto höher die Einnahmen, je weniger Ausgaben für die Tiere, desto größer der Gewinn.
Hundehölle Italien
Damit war für die Hunde Italiens die Chance auf ein besseres Leben vertan. Sie wurden zum "Oggetto di Business", zum reinen Geschäftszweck. Mit Tierschutz hat das in der Regel nichts zu tun.
Der Öffentlichkeit blieben die Verhältnisse verborgen. Denn für viele Tierheime gilt immer noch ein striktes "Betreten verboten!", sie liegen weit abseits, und obwohl die Vermittlung eigentlich zu ihren Aufgaben gehört, wird kaum ein Hund vermittelt.
Stattdessen drängen sich viel mehr Hunde als erlaubt auf kahlem Betonboden hinter engen Gittern in kleinen ungepflegten Zwingern, die sie nie mehr lebend verlassen werden. Ein trostloses Dahinvegetieren zwischen Stress und Langeweile, ohne jegliche Zuwendung und in Dreck und Gestank. Krankheiten werden nicht behandelt, Verletzungen nicht versorgt. Impfungen und Kastrationen sparen sich die Canile-Betreiber in der Regel. Zeugen sind da unerwünscht - bei den Betreibern, wie auch bei den Behörden, die sie gewähren lassen.
Mafiöse Praktiken
Diese tierquälerischen Hundelager sind zwar nicht legal, wurden und werden aber immer noch in vielen Rathäusern gedeckt - und nicht nur in Süditalien. Denn an den kräftigen Gewinnen verdienen auch gerne Vertreter von Politik und Verwaltung, Amtsveterinäre und Polizisten vielerorts mit. In Apulien ist ein weitverzweigtes Netz von Gefälligkeiten, wirtschaftlichen Vorteilen und Bestechungen entstanden.
Der kriminelle Umgang mit Millionen an Steuergeldern flog auf, als die ersten Berichte über Hundelager in die Presse kamen. Unter anderem engagierte sich der populäre Journalist Edoardo Stoppa und deckte solche Skandale auf.
Nach schockierenden Bildern von tierquälerischen Haltungen und verendeten Hunden in den Zwingern wurden einige Tierheime geschlossen oder neu organisiert. In Taranto (Tarent) etwa übernahm nun ein Tierschutzverein das lokale Canile nach einer kompletten Renovierung.
Was hat das neue Tierschutzgesetz bewirkt?
Der Versuch, das Streunertum auf den Straßen Italiens in den Griff zu bekommen, ist gründlich gescheitert. Heute leben nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums 450.000 ausgesetzte Hunde auf Italiens Straßen - die Mehrzahl im Süden des Landes.
Engagierte Tierschützer wie Luigia Parco und die Mitglieder von "Gaia onlus" kümmern sich überall im Land um Streuner. Sie lassen die Tiere auf eigene Kosten ärztlich versorgen und kastrieren, sie füttern sie und suchen für sie ein Zuhause.
In manchen Canilen dürfen sie gelegentlich die Tiere versorgen. Den Hunden hinter Gitter können sie aber meist das Leid nur ein wenig erleichtern. Gegen das mafiöse System kommen diese Idealisten nicht an.
Streuner-Notstand
Der Schweizer Tierschützer Stefan Weber ist für den Verein "Tierärzte im Einsatz" seit einigen Jahren in Apulien tätig. Er wirbt für Kastrationsaktionen und geht mit seinen schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Stefan Weber wirft einigen Canile-Betreibern vor, in den Lagern die Tiere massenhaft zu vermehren und dann regelmäßig Tausende wieder auszusetzen. So bliebe die Zahl der Herrenlosen ständig hoch und der Streuner-Notstand auf den Straßen gut sichtbar.
Das rechtfertige dann die Existenz riesiger Lager. Hier werde ein Problem zur Absicherung der eigenen Pfründe ständig akut gehalten. Auf Kosten der Steuerzahler: 70.000 Hunde in den Tierlagern kosten den Staat durchschnittlich 70 Millionen Euro im Jahr.
Kampagne europäischer Tierschützer
Dass Tierschützer anderer Länder Hunde aus italienischen Elendsquartieren in ihre Heimat vermitteln, ist einer solchen Politik natürlich ein Dorn im Auge. Der Vorwurf der Deportation, des illegalen Hundehandels, den besonders die große Tierschutzorganisation ENPA gegen deutsche oder schweizer Tierschützer erhebt, kommt da sehr gelegen.
ENPA und andere Vereine, deren Tierheime natürlich auch eine Pro-Kopf-Prämie vom Staat bekommen, behaupten, italienische Streuner würden verschleppt und in Versuchslaboren missbraucht. Die Folge: Kaum eine Kommune gibt noch Straßenhunde an ausländische Tierschützer heraus.
Unter dem Kürzel CICTO haben sich nun verschiedene europäische Tierschutzvereine zusammengeschlossen, um auf politischer Ebene gegen die organisierte Tierquälerei in Hundelagern zu protestieren und gegen die Verdächtigungen vorzugehen.
Bei einer Pressekonferenz in Bari Anfang des Jahres bot CICTO 10.000 Euro demjenigen, der einen brauchbaren Beweis liefern könne, dass italienische Hunde tatsächlich in Versuchslabore verschleppt würden. Bisher hat sich niemand gemeldet.
Kritik am System Canile wächst
Vielleicht ist die Gier der Lagerbetreiber am Ende das stärkste Argument gegen das "System Canile". Wenn nämlich die Kommunen ihre teuren Canile nicht mehr bezahlen können, und gleichzeitig immer mehr Streuner auf den Straßen herumlaufen. Manche Lokalpolitiker wollen die Mittel lieber in Kastrationskampagnen stecken, und der populäre, wiedergewählte Ministerpräsident Apuliens, Nichi Vendola, hat zumindest angekündigt, sich für die Hunde in den Lagern einzusetzen.
***************************************************************
http://www.cicto.org/
Internationale Koalition gegen die organisierte Hundequälerei in Italien
CICTO ist ein Zusammenschluss verschiedener europäischer Tierschutzorganisationen, Vereine, Clubs für eine politische Kampagne gegen die organisierten Strukturen die seit Jahrzehnten in Süditalien unter dem Vorwand eines "Streunerhundeproblems" Millionen von Euro erwirtschaften, indem sie abertausende von Hunden züchten, aussetzen, unter erbärmlichsten Bedingungen einkerkern und damit zu einem langsamen und qualvollen Sterben verurteilen.
Die Misswirtschaft der sogenannten "Canile" (Hundeheime) ist organisierte Folter aus Profitgier - eine Schande für Italien und für Europa. Wir können, wollen und werden diesen Missständen nicht weiter tatenlos zusehen:
AKTUELLER AUFRUF:
GEBEN SIE DEN VERGESSENEN SEELEN IN DEN ITALIENISCHEN TIERHEIMEN IHRE STIMME!
UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE E-MAIL KAMPAGNE 2010
Schicken Sie jetzt ein Protestmail mit dem offenen Brief in ihrem Namen direkt an Behörden, Justiz und Verantwortliche Beamte in Italien:
http://www.cicto.org/protest2010/
Im Namen tausender von Menschen führt CICTO eine internationale Kampagne für die italienischen Hunde. Mit Aktionen, Recherchen und praktischer Hilfe wehren sich die Mitgliedesorganisationen gegen die organisierte Tierquälerei. In einem offenen Brief an die Behörden, Politiker und Bürger Italiens stellt CICTO Schlüsselfragen: Was hat das Tierschutzgesetz 281 von 1991 gebracht? Wieviele Millionen kostet es? Wer verdient daran? Warum schützt das Gesetz Tiere nicht?
Pressekonferenz 4. März 2010 zu Hundehölle in Apulien
Lesen Sie hier die Presseschau (italienisch) und sehen Sie die Film-Version "Hunde in Italien" um das Ausmass der Folgen des Tierschutzgesetzes Nr. 281/1991 zu erkennen. UNTERSCHREIBEN SIE DEN OFFENEN DEN BRIEF UND VERBREITEN SIE UNSERE AKTION BITTE WEITER.
Unterstützen Sie uns mit einer Spende: IBAN: LI41 0880 0000 0229 7497 4
Gesendet: Mittwoch, 29. September 2010 14:11
Betreff: (IT) Canile: WDR-beitrag, (Protest) CICTO (Internationale Koalition gegen die organisierte Hundequälerei in Italien)
http://www.wdr.de/tv/servicezeit/tiere_suchen/sendungsbeitraege/2010/0926/00_ueberfuellte_canile.jsp
Italien - Überfüllte Canile
In vielen Ländern, vor allem in Osteuropa und rund ums Mittelmeer, werden herrenlose Hunde und Katzen nach einer vergleichsweise kurzen Galgenfrist in einem Tierasyl getötet, wenn sie bis dahin nicht vermittelt wurden. Früher war das auch in Italien so. Heute ist das anders: Gesunde Haustiere einzuschläfern ist dort - wie in Deutschland - verboten. Eigentlich eine sehr gute Nachricht und ein Fortschritt im Interesse der Tiere, eine Entscheidung für das Leben. Aber, was ist das für ein Leben? Denn die Betreiber italienischer Hundeasyle haben in der Regel wenig Interesse an der Vermittlung ihrer Insassen. Warum das so ist, zeigt unser Bericht am Beispiel der Provinz Apulien.
Tierschützer, die sich in Apulien um Streuner kümmern, finden fast jede Woche ausgesetzte Welpen. Doch anstatt die Kleinen ins nächste Tierheim zu bringen, verstecken sie die Findlinge schnellstens. Luigia Parco, Vorsitzende des Tierschutzvereins von Manduria ("Gaia Onlus"), weiß: Brächte man sie ins Tierheim, ins "Canile", hätten die Welpen kaum eine Chance. Sie würden sich auf den vergammelten Betonböden mit gefährlichen Keimen infizieren und qualvoll eingehen. Die Flut ungewollter Hunde stellt für die Tierschützer eine Herausforderung dar, der sie nicht mehr gewachsen sind.
Einschläferungen sind in Italien verboten
Eigentlich sollte das Tierschutzgesetz Nr. 281 (1991) den Straßenhunden zugutekommen. Es fordert Geburtenkontrolle, Registrierung aller Hunde und die Unterbringung von herumstreunenden Tieren in Heimen. Es bedeutete das Ende der bis dahin üblichen Praxis, Streuner einzufangen und nach einer bestimmten Zeit zu töten. So hätte das Gesetz zu einem Meilenstein des Tierschutzes in Italien werden können. Heute aber spricht man von dem "System Canile" als der konsequenten, geschäftsmäßigen und mitleidslosen Nutzung herrenloser Hunde als äußerst lohnende Einnahmequelle.
Das neue Gesetz verpflichtet jede Kommune, herrenlose Hunde in Tierheimen unterzubringen, zu versorgen, ärztlich zu betreuen und kastrieren zu lassen. Doch dafür fehlte überall der Platz, da die vorhandenen Anlagen nicht mehr durch regelmäßiges Töten geleert wurden. Und nur wenige Tierheimhunde finden neue Besitzer. Schnell waren die bestehenden Tierheime rettungslos überfüllt: Streunerstau.
Das war die Stunde der Geschäftsleute. Wer Land besaß und in der Baubranche tätig war oder einen Freund dort hatte, wer gute Beziehungen zum Rathaus besaß und vor allem etwas von Geschäften verstand, der konnte nun an der Not der Gemeinden verdienen: Tierheimplätze gegen Bezahlung.
Die Betreiber erhalten für jeden Hund pro Tag zwischen einem und vier Euro oder sogar mehr von der Kommune. Bei 1.000 Hunden bringt das bis zu 4.000 Euro täglich, also etwa 120.000 Euro im Monat. Das macht eine Jahreseinnahme von ungefähr 1.440.000 Euro. Das Einlagern von Lebewesen wurde zur lukrativen Geschäftsidee. Für das Einfangen von Streunern und das Entsorgen toter Tiere gibt es noch einmal Geld.
Die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr Hunde, desto höher die Einnahmen, je weniger Ausgaben für die Tiere, desto größer der Gewinn.
Hundehölle Italien
Damit war für die Hunde Italiens die Chance auf ein besseres Leben vertan. Sie wurden zum "Oggetto di Business", zum reinen Geschäftszweck. Mit Tierschutz hat das in der Regel nichts zu tun.
Der Öffentlichkeit blieben die Verhältnisse verborgen. Denn für viele Tierheime gilt immer noch ein striktes "Betreten verboten!", sie liegen weit abseits, und obwohl die Vermittlung eigentlich zu ihren Aufgaben gehört, wird kaum ein Hund vermittelt.
Stattdessen drängen sich viel mehr Hunde als erlaubt auf kahlem Betonboden hinter engen Gittern in kleinen ungepflegten Zwingern, die sie nie mehr lebend verlassen werden. Ein trostloses Dahinvegetieren zwischen Stress und Langeweile, ohne jegliche Zuwendung und in Dreck und Gestank. Krankheiten werden nicht behandelt, Verletzungen nicht versorgt. Impfungen und Kastrationen sparen sich die Canile-Betreiber in der Regel. Zeugen sind da unerwünscht - bei den Betreibern, wie auch bei den Behörden, die sie gewähren lassen.
Mafiöse Praktiken
Diese tierquälerischen Hundelager sind zwar nicht legal, wurden und werden aber immer noch in vielen Rathäusern gedeckt - und nicht nur in Süditalien. Denn an den kräftigen Gewinnen verdienen auch gerne Vertreter von Politik und Verwaltung, Amtsveterinäre und Polizisten vielerorts mit. In Apulien ist ein weitverzweigtes Netz von Gefälligkeiten, wirtschaftlichen Vorteilen und Bestechungen entstanden.
Der kriminelle Umgang mit Millionen an Steuergeldern flog auf, als die ersten Berichte über Hundelager in die Presse kamen. Unter anderem engagierte sich der populäre Journalist Edoardo Stoppa und deckte solche Skandale auf.
Nach schockierenden Bildern von tierquälerischen Haltungen und verendeten Hunden in den Zwingern wurden einige Tierheime geschlossen oder neu organisiert. In Taranto (Tarent) etwa übernahm nun ein Tierschutzverein das lokale Canile nach einer kompletten Renovierung.
Was hat das neue Tierschutzgesetz bewirkt?
Der Versuch, das Streunertum auf den Straßen Italiens in den Griff zu bekommen, ist gründlich gescheitert. Heute leben nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums 450.000 ausgesetzte Hunde auf Italiens Straßen - die Mehrzahl im Süden des Landes.
Engagierte Tierschützer wie Luigia Parco und die Mitglieder von "Gaia onlus" kümmern sich überall im Land um Streuner. Sie lassen die Tiere auf eigene Kosten ärztlich versorgen und kastrieren, sie füttern sie und suchen für sie ein Zuhause.
In manchen Canilen dürfen sie gelegentlich die Tiere versorgen. Den Hunden hinter Gitter können sie aber meist das Leid nur ein wenig erleichtern. Gegen das mafiöse System kommen diese Idealisten nicht an.
Streuner-Notstand
Der Schweizer Tierschützer Stefan Weber ist für den Verein "Tierärzte im Einsatz" seit einigen Jahren in Apulien tätig. Er wirbt für Kastrationsaktionen und geht mit seinen schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Stefan Weber wirft einigen Canile-Betreibern vor, in den Lagern die Tiere massenhaft zu vermehren und dann regelmäßig Tausende wieder auszusetzen. So bliebe die Zahl der Herrenlosen ständig hoch und der Streuner-Notstand auf den Straßen gut sichtbar.
Das rechtfertige dann die Existenz riesiger Lager. Hier werde ein Problem zur Absicherung der eigenen Pfründe ständig akut gehalten. Auf Kosten der Steuerzahler: 70.000 Hunde in den Tierlagern kosten den Staat durchschnittlich 70 Millionen Euro im Jahr.
Kampagne europäischer Tierschützer
Dass Tierschützer anderer Länder Hunde aus italienischen Elendsquartieren in ihre Heimat vermitteln, ist einer solchen Politik natürlich ein Dorn im Auge. Der Vorwurf der Deportation, des illegalen Hundehandels, den besonders die große Tierschutzorganisation ENPA gegen deutsche oder schweizer Tierschützer erhebt, kommt da sehr gelegen.
ENPA und andere Vereine, deren Tierheime natürlich auch eine Pro-Kopf-Prämie vom Staat bekommen, behaupten, italienische Streuner würden verschleppt und in Versuchslaboren missbraucht. Die Folge: Kaum eine Kommune gibt noch Straßenhunde an ausländische Tierschützer heraus.
Unter dem Kürzel CICTO haben sich nun verschiedene europäische Tierschutzvereine zusammengeschlossen, um auf politischer Ebene gegen die organisierte Tierquälerei in Hundelagern zu protestieren und gegen die Verdächtigungen vorzugehen.
Bei einer Pressekonferenz in Bari Anfang des Jahres bot CICTO 10.000 Euro demjenigen, der einen brauchbaren Beweis liefern könne, dass italienische Hunde tatsächlich in Versuchslabore verschleppt würden. Bisher hat sich niemand gemeldet.
Kritik am System Canile wächst
Vielleicht ist die Gier der Lagerbetreiber am Ende das stärkste Argument gegen das "System Canile". Wenn nämlich die Kommunen ihre teuren Canile nicht mehr bezahlen können, und gleichzeitig immer mehr Streuner auf den Straßen herumlaufen. Manche Lokalpolitiker wollen die Mittel lieber in Kastrationskampagnen stecken, und der populäre, wiedergewählte Ministerpräsident Apuliens, Nichi Vendola, hat zumindest angekündigt, sich für die Hunde in den Lagern einzusetzen.
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http://www.cicto.org/
Internationale Koalition gegen die organisierte Hundequälerei in Italien
CICTO ist ein Zusammenschluss verschiedener europäischer Tierschutzorganisationen, Vereine, Clubs für eine politische Kampagne gegen die organisierten Strukturen die seit Jahrzehnten in Süditalien unter dem Vorwand eines "Streunerhundeproblems" Millionen von Euro erwirtschaften, indem sie abertausende von Hunden züchten, aussetzen, unter erbärmlichsten Bedingungen einkerkern und damit zu einem langsamen und qualvollen Sterben verurteilen.
Die Misswirtschaft der sogenannten "Canile" (Hundeheime) ist organisierte Folter aus Profitgier - eine Schande für Italien und für Europa. Wir können, wollen und werden diesen Missständen nicht weiter tatenlos zusehen:
AKTUELLER AUFRUF:
GEBEN SIE DEN VERGESSENEN SEELEN IN DEN ITALIENISCHEN TIERHEIMEN IHRE STIMME!
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Schicken Sie jetzt ein Protestmail mit dem offenen Brief in ihrem Namen direkt an Behörden, Justiz und Verantwortliche Beamte in Italien:
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Im Namen tausender von Menschen führt CICTO eine internationale Kampagne für die italienischen Hunde. Mit Aktionen, Recherchen und praktischer Hilfe wehren sich die Mitgliedesorganisationen gegen die organisierte Tierquälerei. In einem offenen Brief an die Behörden, Politiker und Bürger Italiens stellt CICTO Schlüsselfragen: Was hat das Tierschutzgesetz 281 von 1991 gebracht? Wieviele Millionen kostet es? Wer verdient daran? Warum schützt das Gesetz Tiere nicht?
Pressekonferenz 4. März 2010 zu Hundehölle in Apulien
Lesen Sie hier die Presseschau (italienisch) und sehen Sie die Film-Version "Hunde in Italien" um das Ausmass der Folgen des Tierschutzgesetzes Nr. 281/1991 zu erkennen. UNTERSCHREIBEN SIE DEN OFFENEN DEN BRIEF UND VERBREITEN SIE UNSERE AKTION BITTE WEITER.
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(DEU) DIE TIER-GHETTOS – ITALIENS KONZENTRATIONSLAGER








Es wird ein Tag kommen, an dem die Menschen über die Tötung eines Tieres genauso urteilen werden, wie sie heute die eines Menschen beurteilen.
Leonardo da Vinci italienischer Maler und Universalgenie (1452-1519)